YAEL VISHNIZKI-LEVI
Vergangenheit, Gegenwart & mögliche Zukunft des Wappens von Judenburg

Während ihrer Zeit als Styria-Artist-in-Residence-Stipendiatin in Graz entdeckte die bildnerische Künstlerin und Wissenschaftlerin Yael Vishnizki-Levi das Wappen der Stadt Judenburg. Es zeigt einen bärtigen Mann im Profil mit vielen stereotypischen Attributen eines Juden, wie einem Judenhut und einer Hakennase – wie sie auch in antisemitischen Bildern und Karikaturen antisemitischer Bilder und Karikaturen in dunklen Epochen der Geschichte verwendet wurden, um Juden zu kennzeichnen. Die Künstlerin war überrascht, keine aktuelle Debatte über die Gültigkeit des Wappens zu finden.

In der Folge begann sie die Geschichte dahinter zu recherchieren, und beschreibt: „Nach Gesprächen mit vielen unterschiedlichen Personen in der Steiermark verstand ich den großen Unterschied zwischen der Wahrnehmung dieser Darstellung bei Österreicher*innen und meiner Wahrnehmung: Als eine gefährliche Darstellung eines jüdischen Stereotyps, das kein offizielles Symbol einer österreichischen Stadt im 21. Jahrhundert sein könnte. Ich begriff es als Gelegenheit, eine öffentliche Debatte über stereotypische Bilder in Österreich anhand von Judenburgs Heraldik zu beginnen. Als Gastkünstlerin mit einer Außenperspektive könnte ich dazu beitragen, die Problematik solcher Symbole zu thematisieren."

In der aktuellen Zeit werden viele Symbole, Logos und Statuen hinterfragt, welche problematische Figuren ehren oder Stereotype präsentieren. Daher ist nun der geeignete Zeitpunkt, diese Themen offen zu diskutieren – im Kontext der Steiermark und am Beispiel des Wappens von Judenburg.

BIOGRAFIE YAEL VISHNIZKI-LEVI






















Graphic Support: Jarosław Mankiewicz And a link to his website: https://jarekmankiewicz.com